20. Juni 2017

ab 18:30 Uhr im Kulturzentrum Heidbarghof, Langelohstraße 141, 22549 Hamburg

Liebe Hamburger und Hamburgerinnen,

Fluglärm ist mittlerweile in vielen Stadtteilen ein Problem. Sie wohnen direkt im näheren oder im fernen Umfeld des Flughafens - und fühlen sich zurecht gestört!

Besonders problematisch ist die Störung der Nachtruhe. Deshalb hat der BUND Hamburg vor kurzem eine Volkspetition ins Leben gerufen, die genau hier ansetzt. Wir wollen, dass am Hamburger Flughafen zwischen 22 und 6 Uhr keine Flüge mehr stattfinden. Eine solche Regelung stünde für ein faires Miteinander von Flughafen und Anwohnern.

Verschärft haben die Diskussion die jetzt bekanntgewordenen Ausbaupläne am Flughafen. Wie entwickelt sich der Flughafen zukünftig und was kommt auf die Menschen an zusätzlichen Belastungen zu?

Mitglieder aus unserem BUND-Arbeitskreis Flugverkehr sammeln derzeit Unterschriften in vielen betroffenen Stadtteilen. Wir hoffen, dass auch Sie uns bei der Fluglärm-Petition unterstützen. Tragen Sie sich in die Liste ein und bitten Sie am besten auch gleich Ihre Verwandten und Freunde um eine Unterschrift.

Am 20.06.2017 werden wir im Rahmen der Informationsveranstaltung die Problemlage erläutern und unsere Kampagne und Forderung vorstellen.

Wir freuen uns Sie dort zu sehen und gerne bringen Sie Ihre ausgefüllten Unterschriftenlisten mit.
 

Volkspetition gegen Fluglärm

Die Lärmsituation am Hamburger Flughafen ist für die Anwohner*innen kaum noch zu ertragen. Insbesondere die Zahl der besonders störenden Flugbewegungen in der Nacht nach 22 Uhr ist in den letzten fünf Jahren kontinuierlich angestiegen – und dies trotz der sogenannten „Pünktlichkeitsoffensive“ von Senat und Flughafen. Deshalb hat der Arbeitskreis Luftverkehr des BUND Hamburg am 1. März eine Volkspetition für eine konsequente Nachtruhe am Hamburger Flughafen auf den Weg gebracht. Mit den 10.000 Unterschriften, die gesammelt werden, muss sich die Hamburger Bürgerschaft mit dem Anliegen der Petition befassen. Ziel ist, dass die Stadt Hamburg als Mehrheitseignerin eine Änderung der Betriebserlaubnis für den Flughafen auf den Weg bringt, die Starts und Landungen von 22 Uhr bis 6 Uhr nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

In Hamburg sind die Nächte kurz.

In den Einflugschneisen des Hamburger Flughafens leben etwa 200.000 Menschen, die von Fluglärm betroffen sind. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und verminderte Konzentrationsfähigkeit bei Schulkindern sind die Folgen. Jedoch nicht nur in Fuhlsbüttel, Langenhorn und Niendorf sind die Betroffenen komplett genervt: Auch in den Elbvororten, in Duvenstedt, in Ahrensburg und Norderstedt klagen die Bewohner über unerträglichen Fluglärm, insbesondere in der Nacht. Lärm von Flugzeugen, die dann nicht mehr fliegen sollten. Lärm, der die Gesundheit schädigt. Lärm, der angeblich Arbeitsplätze schafft. Alles zum Vorteil der Wirtschaft. Nichts für die Gesundheit der Bewohner. Nichts? Doch: Versprechungen. Jede Menge haltlose Versprechungen und dies seit Jahren.

„Es gibt ein Grundrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, aber kein Recht auf Mobilität zu jeder Tages- und Nachtzeit. Der Flugbetrieb am Hamburger Airport ist schon tagsüber eine enorme Belastung. Eine konsequente Nachtruhe von 22–6 Uhr ist schlicht ein Gebot der Fairness gegenüber den Menschen, die dort leben“, hat Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg, zum Start der Kampagne gesagt.

Martin Mosel
Sprecher des Arbeitskreis Luftverkehr
Tel. 0151-44201021; eMail: ak-luftverkehr.hamburg@bund.net

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