Aktuelle Pressemitteilungen der BAW

Schluss mit der klimaschädlichen Subventionierung des Luftverkehrs!

BAW fordert die Streichung sämtlicher Wachstums- und Rabattprogramme!

Als ein erforderliches Zeichen der Zeit sieht Martin Mosel von den Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) die sofortige, ersatzlose Streichung von Regelungen in der Entgeltordnung des Hamburger Verkehrsflughafens, die in perfider Art und Weise den Fluggesellschaften für neue Flugverbindungen und das Wachstum bei bestehenden Verbindungen mit Rabatten von bis zu 100 Prozent der Start- und Landeentgelte das Geschäft vergolden und damit den klimaschädlichen Luftverkehr noch weiter anheizen.

„Allenthalben wird in der Politik berechtigt über Maßnahmen zur Reduzierung von klimaschädlichen Flugverbindungen auf Kurz- bis Langstrecke diskutiert. Gleichzeitig werden Milliarden Euro an Rabatten und Förderungen an den deutschen Flughäfen an die Fluggesellschaften für neue Flugverbindungen und Flugstrecken und deren Wachstum ausgeschüttet. Diese Subventionspraxis wird auch am Hamburger Verkehrsflughafen vollzogen. Die BAW fordert deshalb den Hamburger Senat auf, seine aufsichtsführende Wirtschafts- und Verkehrsbehörde (BWVI) anzuweisen, den Wachstums- und Rabattpassus aus der Entgeltordnung des ‚Helmut Schmidt-Airports‘ zu entfernen und gleichzeitig auf Bundesebene eine entsprechende Initiative als Klimaschutzmaßnahme auf den Weg zu bringen", sagt Martin Mosel, Luftfahrtexperte des BUND Hamburg und Sprecher des Initiativkreis für Klima- und Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein. ...

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Klimalast des Hamburger Verkehrsflughafens

Foto Hamburg: Kristof Topolewski, shutterstock

Fliegen ist und bleibt die klimaschädlichste Transportform des Menschen. Im Vergleich zur Bahnfahrt werden bei einer Flugreise 20 bis 50 Mal mehr CO2-Emissionen pro Kilometer verursacht. Dennoch befeuert der Hamburger Senat das Umherfliegen von und zum „Helmut Schmidt-Airport“ mit umfangreichen Wachstums- und Rabattprogrammen. Das eigene Umweltziel, den CO2-Ausstoß der Stadt bis 2030 gegenüber 1990 zu halbieren, gerät in weite Ferne.

Der Luftverkehr ist der Industriezweig mit dem am schnellsten wachsenden Schadstoffausstoß. Der weltweite Kerosinverbrauch - und damit verbunden der Schadstoffausstoß - ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen: Waren es im Jahr 2005 noch 257 Milliarden Liter Kerosin, die weltweit verfeuert wurden, ist die Menge bis zum Jahr 2018 um 38,5 % auf 356 Milliarden Liter gewachsen. Für 2019 wird laut Internationaler Luftverkehrsvereinigung (IATA) sogar mit einem Verbrauch von 367 Milliarden Liter Kerosin gerechnet. Bei dessen Verbrennung wird mehr als eine Milliarde Tonnen klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen!. ...

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Nachtflugbetrieb am Hamburger Flughafen

Verzerrte Wahrnehmung bei Flughafen und Senat

Der für den Hamburger Flughafen zuständige Wirtschaftssenator sieht eine mutmaßlich positive Entwicklung bei den Verspätungen am Flughafen. Grundlage seiner Aussage ist der vom Flughafen veröffentlichte Monatsbericht Februar 2019.

"Flughafen und Senat täuschen die Öffentlichkeit und verfallen in das Shifting-Baseline-Syndrom. Da werden uns mutmaßliche Belastungsminderungen verkauft, die auf Rekordständen des Vorjahres basieren. Das Jahr 2018 ist ein absolutes Rekordjahr bei der Anzahl der Flugbewegungen nach 22 Uhr und bei der Anzahl der Verspätungen gewesen. Seit 2011 steigen die Zahlen kontinuierlich. Im Februar 2019 waren es 28 Verspätungen, im Rekordjahr 2018 64. Doch wo kommen wir her? In 2017 sind es 17 gewesen und in 2016 22. Es ist unredlich vom Senator sich mit Maßnahmen zu rühmen, die bei genauer Betrachtung keinerlei Wirkung entfalten. Das Gegenteil ist der Fall, die Belastungen der Bevölkerung steigen kontinuierlich und hier bedarf es eines echten regulativen Eingriffs. Das ist die tradierte Forderung eines Nachtflugverbot ab 22 Uhr oder schlicht die Reduzierung der das Klima ohnehin hochbelastenden Flugbewegungen. Der Mensch muss weniger fliegen", erklärt Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW). ...

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