Utopien haben im Klimaschutz keinen Platz

Fliegen kann nicht öko werden!

Das grüne Strategiepapier „Hamburg als klimaneutrale Stadt 2050“ stellt aus Sicht der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) in weiten Teilen lediglich einen theoretischen Beitrag zum zukünftigen Klimaschutz in Hamburg dar. Es fehlt der konkrete Wille auch den Luftverkehr an die klimapolitische Kandare zu nehmen.

Die Grünen beschränken sich bei ihren Überlegungen zum Luftverkehr weitgehend auf Utopien. Dringend notwendig sind jedoch direkte Maßnahmen, um den Schadstoffausstoß des Luftverkehrs zu reduzieren. Eine Elektrifizierung wird bis zur möglichen Marktgängigkeit mindestens ein bis zwei Flugzeuggenerationen - d.h. 20 bis 50 Jahre - dauern. Auch der überwiegende Einsatz etwas weniger lärmender Flugzeugtypen wie z.B. dem Airbus-Neo wird voraussichtlich noch 15 bis 20 Jahre dauern. Derzeit dümpelt deren Anteil am „Helmut Schmidt-Airport“ bei lediglich etwas mehr als ein Prozent aller Flüge. Und die Verwendung von „Biokerosin“, welcher zu einem erheblichen Anteil auf Palmöl basiert, ist weder klimafreundlich noch sozialverträglich. Zum Anbau von Palmöl wird flächendeckend Regenwald gerodet. Regenwald, der auch dem Klimaschutz dient.

„Fliegen ist nicht öko, Fliegen ist auch nicht bio und fliegen kann nicht grün werden! Das Fliegen ist und bleibt pro Kopf die klima- und umweltschädlichste Mobilitätsform. Eine nachhaltige Klimaentlastung im Luftverkehr ist mit der vorgestellten grünen Strategie nicht zu erwarten. Das Nutzungsverhalten der Passagiere muss sich ändern. Hierzu bedarf es umfassender Informationen und Aufklärung. Die massiven Subventionen von EU-weit 30 Milliarden Euro jährlich durch die Befreiung von Kerosin- und Mehrwertsteuer im Luftverkehr führen zu extremen Marktverzerrungen bei den anderen Verkehrsträgern. Das muss sofort beendet werden. Der Flugverkehr ist auf ein dauerhaft verträgliches Maß zu beschränken. Wenn eine Kontingentierung von Flügen hierzu erforderlich ist, dann sollten auch solche Schritte überlegt werden. Jedem Passagier muss bewusst sein: Wer fliegt schadet dem Klima. Deshalb ist aktuell deutlich mehr Flugscham angezeigt, dann klappt es auch mit den Klimaschutzzielen“,
stellt Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW), fest.

Pressekontakt:
Martin Mosel | Sprecher
BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein

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