9. August 2018

Ausschnitt Titel Online-Umfrage

Fluglärm: Hamburg wünscht sich mehr Ruhe

Die Hamburger Umweltbehörde (BUE) hat die Ergebnisse der Befragung im Rahmen der aktuellen Lärmschutzaktionsplanung ausgewertet: Mehr als 4.300 Menschen haben sich an dieser umfassenden Umfrage beteiligt. Resultat: 90 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger ist es an ihrem Wohnort zu laut. Besondere Belastungsträger sind dabei der Straßen- und Fluglärm.

Mit einem deutlichen Votum haben sich die Befragten zur Reduzierung des Fluglärms für eine konsequente Nachtruhe am innerstädtisch gelegenen Hamburger Verkehrsflughafen ausgesprochen. Drei von vier Befragten fordern im Rahmen der gültigen Betriebserlaubnis des Flughafens nach 23 Uhr keine Starts und Landungen mehr. Für den grünen Ressortchef Jens Kerstan zeigt sich in der Umfrage die hohe Relevanz der Lärmproblematik bei der Bevölkerung. Damit stimmt er mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überein. Diese beziffert Lärm nach der Luftverschmutzung als größte Umweltbelastung weltweit.

Dazu Martin Mosel, Sprecher der Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW): „Das Umfrageergebnis ist ein klarer Auftrag an die Politik endlich ihrer Verantwortung gerecht zu werden und dem Schutz der Bevölkerung vor unzumutbaren Fluglärm eine hohe Priorität beizumessen. Es bestätigt sich insbesondere das Anliegen der Volkspetition des BUND Hamburg für ein konsequentes Nachtflugverbot ab 22 Uhr, für das fast 15.000 Menschen unterschrieben haben. Jetzt, kurz vor der Entscheidung des Senats, wie der Petitionsauftrag umgesetzt werden soll, appelliere ich an den regierenden Senat und alle Parteien der Hamburgischen Bürgerschaft das Schutzanliegen der Menschen ernst zu nehmen und für eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in den An- und Abflugschneisen sowie im Flughafennahbereich einzutreten. Nur ein konsequentes Nachtflugverbot im Rahmen der gesetzlichen Nachtruhe zwischen 22 Uhr und 6 Uhr verhindert gesundheitliche Schadwirkungen durch fehlenden Schlaf an Körper und Geist.“

Pressekontakt:
Martin Mosel | Sprecher
BAW Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein

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