Klimawandel: Mobilitätsforscher fordert Verbot von innerdeutschen Flügen

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie hat sich für ein Verbot von Flügen innerhalb Deutschlands ausgesprochen.
26.01.2019, Deutschlandfunk
Das Fliegen sei so schädlich für das Klima, dass man sich das nicht mehr leisten könne, sagte der Soziologe der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Politik müsse hier eingreifen und auch mehr Druck auf die Fluggesellschaften ausüben, um die Entwicklung von klimafreundlicheren Flugzeugen voranzutreiben. Als Beispiel nannte er eine Senkung der Emissionsgrenzwerte und eine Kerosinsteuer.

weiterlesen bei Deutschlandfunk.de und bei Berliner Morgenpost

„Aldisierung der Luftfahrtbranche“ Mobilitätsforscher: Fliegen ist Teil einer globalen Verständigung

26.01.2019, Deutschlandfunk
Plädiert für eine Deckelung der Flüge pro Person, um das Klima zu schützen: Mobilitätsforscher Andreas Knie, Professor für Soziologie an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin).

weiterlesen bei Osnabrücker Zeitung Neue OZ

Flugscham und andere Doppelmoralprobleme

Alles wissen, nichts ändern
Ein Kommentar von Timo Rieg |Deutschlandfunk Kultur | POLITISCHES FEUILLETON | Beitrag vom 30.11.2018
In Schweden kennt das Wort bereits jeder: Flugscham. Die ökologisch motivierte Scham ein Flugzeug zu benutzen. Jetzt ist die Flugscham auch bei uns gelandet. Der Publizist Timo Rieg findet das großartig – und hat noch andere Wort-Ideen.
weiterlesen

Der Traum vom Fliegen. Für ganze 20 Euro.

Kann man dagegen etwas haben?
Warum steht der Flugverkehr in der Kritik?
Was kann der Einzelne tun?
Was kann und muss die Politik tun?

Der Flyer vom Arbeitskreis Flugverkehr mit Fakten und Vorschlägen.

Richard David Precht mit Hans Joachim Schellnhuber: Ist die Erde noch zu retten?

Der Rekordsommer dieses Jahres hat viele Menschen aufgeschreckt: Ist dies ein weiteres Anzeichen für den Klimawandel? Wie wird die Welt aussehen, wenn sich das Klima noch weiter erwärmt? Richard David Precht spricht mit Prof. Hans Joachim Schellnhuber, …  "Wir brauchen eine Zumutungskultur! ...  Flüge innerhalb Deutschlands müssen ersetzt werden ...  Kerosin muss endlich besteuert werden ... Schweden macht es erfolgreich vor ..."

Episode 39 vom 08.10.2018 auf YouTube / © precht.zdf.de | Alle Rechte vorbehalten.

Klimaschutzplan: Maßnahmenset 2.1

Foto: Romolo Tavani - fotolia.de

Diskussionsgrundlage für die zweite Dialogrunde des Beteiligungsprozesses zum Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung

Flugverkehr ab Seite 169 ff im pdf: Klimaschutz-Maßnahmenset 2.1 (pdf, 3,8 MB)

KSP-V-05: Anpassung Besteuerung Flugverkehr /
Robuste Strategie: Verlagerung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel
Transformativer Pfad: Steigerung der Anteile von Verkehrsmitteln mit niedrigen spezifischen Verbrauch/THG-Emissionen

Hintergrund
Zur Erreichung einer weitgehenden Dekarbonisierung ist besonders für den Verkehrssektor eine weitreichende Trendänderung erforderlich, da sich im Gegensatz zu anderen Sektoren (Industrie, Energiewirtschaft, Haushalte) bisher keine Abschwächung des Verkehrswachstums zeigt. Insbesondere im rasant wachsenden Luftverkehr mit entsprechend negativen Klimaauswirkungen besteht erheblicher Handlungsbedarf. Auf nationaler und europäischer Ebene ist dazu die Änderung der ordnungspolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen im Verkehr zum Abbau umweltschädlicher Subventionen notwendig. Dies betrifft insbesondere die Energiesteuerbefreiung des gewerblich verwendeten Kerosins. Im grenzüberschreitenden Personenverkehr in der Luft und auf der Schiene bestehen neben der ungleichen Energiebesteuerung weitere Wettbewerbsverzerrungen, da Flugtickets von der Umsatzsteuer befreit sind und Bahntickets auf dem deutschen Streckenteil mit dem vollen Umsatzsteuersatz belastet werden. Diese Begünstigung des Luftverkehrs ist insbesondere klimapolitisch ungerechtfertigt, da die Bahn im Vergleich zum Flugzeug bei gleicher Personenverkehrsleistung nur ca. 20% der Treibhausgase emittiert.
Durch eine gegenüber dem Straßen- und Schienenverkehr adäquate Energiebesteuerung im Luftverkehr können Anreize für ein umweltgerechteres Verhalten gesetzt werden, indem Verkehre vermieden, auf THG-ärmere Verkehrsträger verlagert und insgesamt die Wettbewerbsbedingungen im Fernverkehr ein Stück weit harmonisiert werden. Da in Deutschland der Anteil des internationalen Verkehrs rund 80% beträgt und eine Kerosinsteuer auf europäischer Ebene die Zustimmung aller Mitgliedstaaten erfordert, kann Deutschland bis zu einer Einigung auf EU-Ebene alternativ die bestehende Luftverkehrssteuer bis zu der Höhe anheben, die sich aus einer Besteuerung des in Deutschland verwendeten Kerosins ergeben würde. Durch eine Umsatzbesteuerung von Flugtickets für den auf deutschen Gebiet anteiligen Weg können Anreize für ein umweltgerechteres Verhalten gesetzt werden, indem Verkehre vermieden, auf THG- ärmere Verkehrsträger verlagert und insgesamt die Wettbewerbsbedingungen im Personenfernverkehr ein Stück weit harmonisiert werden.