Klimalast des Hamburger Flughafens

Die Klimalast des Hamburger Verkehrsflughafens „Helmut Schmidt“ berechnet sich aus drei Faktoren: (1) den auf dem Betriebsgelände am Boden verursachten CO2-Emissionen, (2) den in der Startphase bzw. der Landephase verursachten CO2-Emissionen (LTO-Zyklus) sowie (3) den während der Flugstrecke verursachten CO2-Emissionen (Halbstreckenprinzip).

Für das Jahr 2018 ergibt sich ein diesbezüglicher Schadstoffausstoß von insgesamt 854.647 t CO2/a. Er setzt sich zusammen aus 15.457 t CO2/a (entsprechend 1,8 %) für den bodenbezogenen CO2-Ausstoß, 163.074 t CO2/a (entsprechend 19,1 %) für den flughafennahen Luftverkehr und 676.116 t CO2/a (entsprechend 79,1 %) für die hälftige Flugstrecke zwischen Start- und Zielflughafen.

Letztere ergibt sich aus der Gesamtflugverkehrs“leistung (d.h. den aufsummierten Flugstrecken von und zum „Helmut Schmidt-Airport“). Diese betrug auf Datengrundlage des DFLD e.V. ca. 151 Mio. Flugkilometer. Aus der Annahme eines durchschnittlichen Kerosinverbrauchs eines Flugzeuges von 3.250 Liter pro 1.000 km und unter Anwendung des Halbstreckenprinzips, resultiert die obige Zahl. Sie deckt sich sehr gut mit den Angaben des Statistikamtes Nord, welches anhand der Verursacherbilanz für den „Helmut Schmidt-Airport“ für das Jahr 2016 auf eine CO2-Emission von insgesamt 872.000 Tonnen kommt.

Foto: Michael Penner, Flughafen Hamburg

Der Betrieb des Hamburger Verkehrsflughafens hat im Jahr 2018 einen Klimaschaden von 154 Mio. Euro verursacht; generationsübergreifend steigt der Schadbetrag sogar auf 547 Mio. Euro.

Die große Mehrheit der Menschheit ist noch nie geflogen – aber die kleine Minderheit, die regelmäßig fliegt, schadet der Umwelt mit ihrem egoistischen Handeln extrem.

Allein aufgrund der Aufhebung des Verursacherprinzips ist es möglich, Flugpreise von wenigen Cent pro Kilometer anzubieten. Dass dies sittenwidrig ist, stört die Entscheidungsträger (w/i/m) in Politik und Verwaltung kaum. Da das Thema Umweltverschmutzungnicht sexy ist“ und die Flugreisenden nicht verschreckt werden sollen, finden sich keine offiziellen Zahlen zur tatsächlichen Umweltbelastung des Flughafenbetriebes; geschweige, den damit einhergehenden externen Umweltkosten.

Susanne Götze vom Meinungsmedium „Der Freitag“ sagt es klar und deutlich: Hört endlich auf (so viel) zu fliegen!

Foto: BAW HH|SH

CO2-Budget am Airport in Hamburg

(März 2021) Die gute Nachricht lautet: In den vergangenen zwölf Monaten wurde das CO2-Budget von 30.750 Tonnen pro Monat am Hamburg Airport eingehalten.

Die schlechte lautet: Der Senat Hamburg hat bisher kein Konzept, wie dies nach der Corona-Pandemie so bleibt!

Klimaplan Hamburg

Die Schere zwischen „Soll“ und „Ist“ bzgl. der luftverkehrsbezogenen CO2-Emissionen geht immer weiter auseinander.

Gefordert sind bis 2030 minus 44,6 % ggü. 1990. Im Jahr 2018 sind es jedoch 276 % über der Zielmarke!

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